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Die deutschen Museen und das Social Web

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Bloggerreise Teil 4: Basel

Welches Thema wäre passender, um sich aus der Weihnachtspause zurückzumelden, als ein Bericht über das Weihnachtsflair der #kbreise14? Am letzten Novemberwochenende war ich von der Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe Tourismus und den Art & Design Museums Basel zu einer Bloggerreise eingeladen. Nach spannenden 24 Stunden in Karlsruhe (über die ich bereits hier, hier und hier berichtet habe) fuhren wir in nach Basel. Es erwarteten uns ein sehr schöner Abend und eine charmante Stadt.

Weihnachtsmarkt in Basel. Foto: Tanja Neumann

Weihnachtsmarkt in Basel. Foto: Tanja Neumann

Gegen 19 Uhr stiegen wir in Basel SBB aus dem Zug und machten unser Hotel, das Victoria direkt gegenüber, ausfindig. Mein Zimmer war sehr schön, und insbesondere wenn man sich im Ausland befindet, ist ein funktionierendes W-LAN für Social Media-Aficionados natürlich unbezahlbar. Sehr süß fand ich auch, dass uns eine Begrüßung erwartete – auf dem Schreibtisch stand eine Tasche mit Unterlagen zu Basel und seinen Museen, einer an mich adressierten Karte und einer Auswahl an Basler „Läckerli“. Weil wir doch sonntags da waren und keine Zeit haben würden, uns selbst damit einzudecken.

Nach einem kurzen Check-in trafen wir uns in der Lobby mit Dr. Nadja Elia-Borer, der Managerin der Art & Design Museums Basel. Sie hatte mit Otmar Böhmer von der Kunsthalle Karlsruhe die Idee einer Bloggerreise entwickelt und erzählte uns an diesem Abend auch noch äußerst bereitwillig, welche Überlegungen in die Konzeption der Reise eingeflossen waren. Wir gingen gemeinsam essen – sollten Sie mal nach Basel kommen, dann denken Sie an mich und gehen Sie unbedingt ins Atlantis! (museums(t)raum ist kein Food-Blog, ich weiß. Aber Ausnahmen bestätigen die Regeln, und in diesem Fall darf die Schilderung des Abends auf keinen Fall fehlen. Wenn es Sie nicht interessiert, fühlen Sie sich bitte frei, hierher zu springen.) Nadja erzählte, dass das Atlantis schon lange existiert und quasi eine Basler Institution ist. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Wir setzten uns zuerst unten in die Lounge und ließen uns Drinks empfehlen – die Bar ist auf Gin spezialisiert. Ich hatten einen Monkey 47 mit Fever Tree Mediterranean Tonic, und ich fand die Kombination sehr lecker.

Drinks im Atlantis_800px

Viel bessere Fotos vom Atlantis, unseren Drinks und auch unserem Essen finden Sie im Blog von Viviana d’Angelo – es lohnt sich!

Später bestellten wir alle das „Menu Surprise“, und was soll ich sagen, die Überraschung gelang. Wir konnten zwischen Fisch und Fleisch wählen, ich nahm den Fisch, und das bescherte mir in vier Gängen die folgenden Köstlichkeiten (auch die finden Sie bei Viviana): Kürbiskuchen mit Lachs und Feldsalat, schwarze Ravioli mit Tomate und Chili in Buttersauce, Zanderfilet an Meerrettich-Sauce mit Gemüse und Tagliatelle, und zum Dessert eine Birnen-Mousse auf Schokoladenboden mit gesalzener Karamell-Creme. Ja, wir wurden verwöhnt. 😉

Während des Essens blieb aber auch noch genug Zeit für Gespräche untereinander und mit Nadja – über die Basler Museen, die Kooperation mit der Kunsthalle Karlsruhe, Bloggerreisen und vieles mehr. Ein sehr schöner Abend! Da wir am Abend vorher alle recht früh schlapp gemacht hatten, hatte Klaus Graf diesmal schon prophylaktisch ein Abendprogramm ausgearbeitet: Es sollte in die Bar Rouge gehen, zu finden im Messeturm und nach eigener Aussage die höchste Bar der Schweiz. Nadja begleitete uns bis zur Tram, dabei kamen wir noch in den Genuss einer kleinen Führung durch die Innenstadt.

Am Messeturm angekommen, bemerkten wir, dass erstens der Eintritt in die Bar Rouge sehr teuer war und dort zweitens an diesem Samstagabend wohl Club-Betrieb herrschte. Das war für den geplanten Absacker nicht ganz Richtige, daher fuhren wir zum Bahnhof zurück und suchten dort nach einer Bar. Wir landeten im Hotel neben unserem, wo wir netterweise noch etwas bestellen durften.

Am nächsten Morgen fuhren wir gemeinsam zur Fondation Beyeler, darum wird es im nächsten Beitrag (dem letzten Reisebericht, danach kommt nur noch das Fazit!) gehen. Den Nachmittag hatten wir noch mal zur freien Verwendung. Angelika verschwand zu einer Sonderführung ins Naturhistorische Museum, das gerade eine Ausstellung über Parasiten zeigt. Auf den Bericht bin ich sehr gespannt! Wir anderen vier aßen noch gemeinsam in einem kleinen Café zu Mittag, dann teilten wir uns auf. Ich hatte mir eigentlich das Musée Tinquely anschauen wollen, war aber schon etwas übersättigt, was Kunstausstellungen betraf. Ein Technikmuseum gibt es in Basel leider nicht… Also beschloss ich, mir die Stadt selbst anzuschauen.

 

Ein Spaziergang durch die Basler Innenstadt und über die Weihnachtsmärkte

Anfangs noch begleitet von Klaus Graf zog ich los in Richtung Münster. Der Basler Münster gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Er wurde zwischen 1019 und 1500 erbaut, was wie bei vielen derartigen Bauwerken den Mix aus romanischen und gotischen Elementen erklärt.

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An diesem Tag verdankte der Basler Münster den Pilgerstrom auch dem Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz (Foto: Tanja Neumann)

Das Wetter war leider etwas diesig, aber auch so lässt sich erahnen, wie schön der Blick vom Münsterhügel aus ist:

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Da es das erste Adventswochenende war, freuten wir uns auch, auf dem Münsterplatz einen kleinen Weihnachtsmarkt zu entdecken, der sehr schön geschmückt war:

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Nach einem kleinen Bummel zog es mich zum Rathaus. Ein sehr schönes Gebäude, das ich mehrfach im Vorbeifahren gesehen hatte und mir unbedingt noch näher anschauen wollte. Aber zunächst noch ein paar Impressionen vom Weg dahin:

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Das Basler Rathaus hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Die Fassade aus rotem Sandstein, die man heute sieht, stammt aus verschiedenen Bauphasen. Schon ab 1290 hatte an dieser Stelle ein Rathaus gestanden, das jedoch beim Basler Erdbeben 1356 zu großen Teilen zerstört wurde. Als Nachfolgebau wurde der „Palast der Herren“ errichtet und in späteren Jahrhunderten in mehreren Bauphasen erweitert. Der goldene Turm etwa stammt von 1507.

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Die Fassade bietet zahlreiche Hingucker, so etwa die Uhr von Meister Wilhelm aus dem Jahr 1511:

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Auch der Innenhof des Rathauses ist jederzeit einen kleinen Ausflug wert:

Foto: Tanja Neumann

Foto: Tanja Neumann

Die Statue stellt Lucius Munatius Plancus dar. Foto: Tanja Neumann

Die Statue stellt Lucius Munatius Plancus dar. Foto: Tanja Neumann

Meinen Nachmittag beschloss ich mit einem Bummel über den größeren Weihnachtsmarkt am Theaterplatz. (Hier empfehle ich den Blick auf den zugehörigen Blog-Beitrag von Viviana d’Angelo – sie hat die beiden Weihnachtsmärkte in sehr schönen Bildern eingefangen!) Danach war es Zeit, meinen Koffer zu holen und die Heimreise anzutreten. Bevor wir aber nostalgisch werden, steht noch ein Blogbeitrag mit Reisebericht an – dabei wird mit der Fondation Beyeler wieder ein Museum Thema sein.

 

Aktuell erscheinen fortlaufend Beiträge zur Bloggerreise bei allen Beteiligten. Sie finden sie über den Hashtag #kbreise14 oder auf den Blogs von Viviana d’Angelo, Klaus Graf, Tine Nowak und Angelika Schoder. Wenn alle Beiträge erschienen sind, wird es hier eine Special Edition der “Sonntagslektüre” geben.

 

Disclaimer: Vielen Dank an die Veranstalter der Bloggerreise für die Übernahme meiner Reisekosten! Alle hier geäußerten Meinungen sind dennoch uneingeschränkt meine eigenen.

Kategorie: Bericht
  • Jenni (Museum Diary) sagt:

    Liebe Tanja – Vielen Dank für die schönen Fotos und Deine Berichte von der Bloggerreise. Ich war auch eingeladen, musste aber leider ablehnen da Ende November unser Museum Baby no.2 auf die Welt kam. So konnte ich die Reise ein wenig durch Deinen Blog miterleben. Liebe Grüße, Jenni

    • Tanja Neumann sagt:

      Liebe Jenni,

      die Geburt des Museum Baby war mit Sicherheit das größere Abenteuer! Es freut mich, wenn unsere Berichterstattung dir trotzdem einen Eindruck von Karlsruhe und Basel vermittelt.

      Liebe Grüße,
      Tanja

  • Angelika sagt:

    Liebe Tanja,

    Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber dem vorweihnachtlichen Flair in Basel kann man nicht widerstehen – auch dank deiner schönen Fotos!

    Dein Beitrag bringt sehr gut zum Ausdruck, was wir alle gedacht haben: Die Zeit war viel zu kurz! Du musstest dich wegen „museum overload“ gegen das Musée Tinquely entscheiden – ich hingegen habe zwar das Naturhistorische Museum angeschaut, hatte aber so dann keine Zeit mehr für Basel. Auch deshalb bin ich sehr froh über deinen Blogbeitrag, weil ich so noch ein bisschen von Basel „mitbekomme“. 😉

    Viele Grüße
    Angelika

    • Tanja Neumann sagt:

      Liebe Angelika,

      ich finde es auch toll, in euren Beiträgen über Facetten zu lesen, die mir entgangen sind. Nicht zuletzt natürlich die Parasiten… 😉

      Viele Grüße,
      Tanja

      • Angelika sagt:

        Hallo Tanja,

        die Parasiten kommen erst ganz zuletzt – nach dem Motto: Das Beste kommt zum Schluss! 😉
        Da die Ausstellung bis zum 26. April 2015 läuft, werde ich mir hier noch ein paar Wochen Zeit lassen. Diese Woche kommt erstmal der Beitrag über das „Museum beim Markt“ in Karlsruhe – danach pausiert die #kbreise14 wieder etwas, bevor die Fondation Beyeler und eben das Naturhistorische Museum zum Schluss folgen.

        Viele Grüße
        Angelika

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