Der 29. März 2014 war ein besonderer Tag, zumindest für mich und ca. 70 weitere Kulturinteressierte: In Münster fand das erste stARTcamp statt. Es wurden Sessions rund um das Thema „Kunst und Kultur im virtuellen Raum“ angeboten, ich selbst knöpfte mir das Thema Gamification vor.

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Foto: Steffi Koch


Ich hatte das Glück, schon einen Tag vorher vor Ort zu sein, da das Team des LWL-Projekts Museum 24/7 zu einem Bloggertreffen eingeladen hatte (dazu ein anderes Mal mehr). Zu den Themen Organisation, Verpflegung, technischer Support etc. kann ich für die gesamte Dauer des stARTcamps nur eines sagen: Chapeau!

Bei der Vorstellung der Sessions wurde schnell klar, dass an diesem Tag Langeweile ein Fremdwort bleiben würde. Einziger, aber nun mal unvermeidlicher Wermutstropfen war, dass ich mich nicht aufteilen und mehrere Sessions gleichzeitig besuchen konnte. Für mich begann der Tag mit einer sehr präzisen und verständlichen Vorstellung des EU-Förderprogramms Creative Europe, angeboten vom @kulturmanager Christian Henner-Fehr. Danach gab es eine Mittagspause, versüßt durch Westfälische Kartoffelsuppe und einen Aufenthalt in der Sonne, und schon war es Zeit für meine eigene Session.

In den Wochen vor den stARTcamp hatte ich mich intensiver mit dem Thema Gamification auseinandergesetzt, und ich finde es schade, dass der deutsche Kulturbereich die Chancen dahinter noch so gar nicht wahrnimmt. Der Begriff wird meinem Eindruck nach gerne als Synonym für Simulationen oder Serious Games verwendet, dabei ist es im engeren Sinne eine Disziplin, die sich damit befasst, von Games etwas über Motivation zu lernen. Und wenn Motivation mal nicht etwas ist, was man im Kulturbereich dringend nötig hat!

Zu meiner Session will ich gar nicht viel mehr schreiben – außer einem ausdrücklichen Dank an die Teilnehmer! -, denn sie war im Wesentlichen eine Einführung in das Thema Gamification, gefolgt von einer Diskussion über Einsatzmöglichkeiten im Kulturbereich. Und darüber durfte ich einen Beitrag für das aktuelle KM Magazin schreiben, das ihr euch hier kostenlos herunterladen könnt.

Am Nachmittag erwarteten mich noch die Session einer Künstlerin, die mit uns darüber nachdachte, ob und wie man das Web 2.0 für Kunstprojekte nutzen könnte, und zum Abschluss erklärte mir Steffen Peschel, wie man beim Versuch des Crowdfunding Erfolg haben kann. Alles in allem: Ein toller Tag, der mir lange in Erinnerung bleiben wird!