museums(t)raum

Die deutschen Museen und das Social Web

Praxis-Tipps zum Twittern über Ihre Veranstaltung – der große Tag

Über die eigene Veranstaltung zu twittern, ist immer wieder eine Herausforderung. Es will gründlich vorbereitet sein – Tipps dazu finden Sie hier -, doch auch am großen Tag selbst gibt es einige Dinge zu beachten. Damit nichts schief geht, stellen wir eine Check-Liste zusammen:

Twittern erwünscht

(Sie möchten diese Beitragsfolge lieber hören als lesen? Dann bitte hier entlang zum Podcast.)

 

1. Informieren Sie Ihr Publikum.

Weisen Sie in der Eröffnungsrede darauf hin, dass es einen Hashtag zur Veranstaltung gibt und dass das Twittern ausdrücklich erwünscht ist. Erklären Sie kurz für die weniger Internet-Affinen im Publikum, dass es kein Zeichen von Respektlosigkeit den Vortragenden gegenüber sein muss, wenn jemand auf seinem Handy tippt. Wie oben zu sehen ist, können sonst selbst bei einschlägigen Veranstaltungen Missverständnisse entstehen.

2. Mischen Sie mit!

Wenn nun hoffentlich fleißig getwittert wird, sollten Sie oder eine Person Ihres Vertrauens mindestens mitlesen, retweeten, favorisieren und moderieren. Wenn Sie es schaffen, twittern Sie auch gern Inhalte.

3. Korrigieren Sie eventuelle Fehler und Unschärfen.

Wenn etwas inhaltlich falsch wiedergegeben wird, handelt es sich nicht um böse Absicht, sondern um ein Missverständnis. Vielleicht verstehen Sie eine Aussage des Vortragenden besser, weil Sie ihn und seine Arbeit kennen. In diesem Fall stellen Sie es richtig, aber ohne zu schulmeistern. Wer Rechtschreibungs-Fehler, Zeichensetzung etc. der anderen korrigiert, darf sich auf eine amüsierte bis genervte Antwort gefasst machen.

4. Akzeptieren Sie abweichende Meinungen.

Eben ging es um falsch wiedergegebene Fakten; diese sollten von Meinungen unterschieden werden. Wenn jemand dem Redner oder Ihnen widerspricht, akzeptieren Sie seinen Standpunkt, sofern er höflich geäußert wird.

5. Reagieren Sie auf ernstzunehmende Kritik.

Hier ist wieder ihr Feingefühl gefragt: Wenn jemand sich beschwert, weil die Akustik schlecht ist oder irgendetwas schief läuft, reagieren Sie darauf. Versuchen Sie, das Problem zu lösen und antworten Sie auf die Kritik.
Wenn jemand aber darüber meckert, dass es im Sommer heiß ist oder ihm die Krawatte des Redners nicht gefällt, dürfen Sie ihn getrost ignorieren. Wer sich im Ton vergreift, darf bei Bedarf höflich darauf hingewiesen werden.

6. Danken Sie am Ende allen Twitterern!

Sie haben es fast geschafft: Die Veranstaltung endet. Rufen Sie sich noch einmal ins Gedächtnis, wer sich am Gespräch beteiligt hat und danken Sie allen durch namentliche Erwähnung. Die Twitterer haben unentgeltlich die mediale Reichweite Ihrer Veranstaltung vergrößert – dafür verdienen sie Ihre Wertschätzung.

Und nun dürfen Sie erst einmal verschnaufen. Eine Nachbereitung der Veranstaltung – auch online – ist wichtig, und sie wird das Thema des nächsten Beitrags sein. Aber sie hat in aller Regel Zeit bis zum nächsten Tag, oder zumindest, bis Sie Zeit für einen Kaffee, ein gutes Gespräch und ein wenig frische Luft gehabt haben.

  • Jan sagt:

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Diese Meinungen sollte man ernst nehmen und dann an Verbesserungen arbeiten.
    Mit besten Grüßen,
    Jan

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*