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Die deutschen Museen und das Social Web

Internationaler Museumstag 2.0 in Heusenstamm

Das Museum für Kommunikation Frankfurt befindet sich bekanntlich am Museumsufer, und der eine oder andere von euch wird es kennen. Was weniger bekannt ist, ist eine ausgelagerte Abteilung, die auf einem Industriegelände in Heusenstamm etwas ab vom Schuss und normalerweise auch nicht für Besucher zugänglich ist: die Sammlung. Auf 15.000 Quadratmetern befinden sich 375.000 Objekte, die (momentan) nicht ausgestellt werden können. Und da ich selbst seit einigen Jahren dort arbeite, kann ich euch besten Gewissens sagen: Es lohnt sich, den Weg anzutreten!

Öffentliche Führungen werden monatlich angeboten (jeweils am ersten Freitag um 14 Uhr), aber jedes Jahr am Internationalen Museumstag erwartet Besucher ein besonderes Programm. Es gibt Kurzführungen durch das Depot, aber auch Technikvorführungen, die nur zu diesem Termin angeboten werden. Ein sehr engagiertes Team ehrenamtlicher Mitarbeiter arbeitet das ganze Jahr über daran, Wähleranlagen, aber auch Geräte wie die Eiserne Jungfrau (was das ist, erfahrt ihr durch Googeln oder während der Führung!), Fernschreiber und viele mehr wieder in Betrieb zu nehmen. Und zum Museumstag dürfen Besucher der Vorführung beiwohnen, und auch selbst testen! Auf dem weiträumigen Außengelände können Fahrten mit dem historischen DAAG-Postbus von 1925 unternommen werden, außerdem findet dort das 7. Internationale Treffen Historischer Postfahrzeuge statt.

ICOM

Fragt ihr euch schon, warum dieses Event Thema auf meinem Blog ist? Nun, dieses Jahr hat sich der Deutsche Museumsbund etwas Besonderes ausgedacht, wie schon hier beschrieben: Am Sonntag findet das erste bundesweite Tweetup statt! Um 14:30 Uhr starten wir mit einem Workshop für alle, die sich mit Twitter noch nicht auskennen oder sich nicht sattelfest genug fühlen, um ohne weitere Vorbereitung am Tweetup teilzunehmen. Und ab 15:00 Uhr twittern wir dann unter den Hashtags #imt13 (der allgemeine Hashtag für den Museumstag) und #mfk (zur Identifikation „unserer“ Tweets). Die Teilnahme an Workshop und Tweetup ist übrigens kostenlos. Falls ihr nicht bei Twitter seid und trotzdem mitlesen möchtet, könnt ihr das unter sammlungstweetup.tweetwally.com tun (die Twitterwall wird auch in der Fahrzeughalle in Heusenstamm projiziert werden, damit alle Besucher die Möglichkeit haben, etwas vom Tweetup mitzubekommen. Und auch die Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V., für die ich ebenfalls tätig bin, wird sich mit einer besonderen Aktion am Museumstag beteiligen: Die Vorstände der Region Mitte haben Zeitzeugen-Interviews mit ehemaligen Postlern organisiert! Ich freue mich auf den Tag und bin sehr gespannt, wie das alles klappen wird. Und falls ich dort bekannte Gesichter sehen oder eure Namen in meinem Twitter-Stream lesen sollte, würde es mich sehr freuen!

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