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Die deutschen Museen und das Social Web

museums(t)raum - Die deutschen Museen und das Social Web

Quo vadis, Deutscher Museumsbund?

Der Deutsche Museumsbund hat dem Social Web lange widerstanden. Jetzt scheint sich diese Haltung zu ändern: Bereits im letzten Jahr wurde das Projekt „Alle Welt im Museum“ mit einem Blog ausgestattet, und der Newsletter wurde ins Leben gerufen (okay, der gehört eigentlich ins Web 1.0 und wird andernorts schon wieder eingestellt, aber immerhin!). Dieses Jahr macht der Museumsbund einen großen Schritt nach vorn: Er engagierte die Kulturkonsorten, einen Zusammenschluss von Web 2.0-Spezialisten aus dem Münchner Raum, um die Social Media-Präsenzen des Internationalen Museumstags zu entwerfen und zu betreuen. Zusätzlich zur klassischen Homepage gibt es eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account und einen Auftritt bei Pinterest. In der ersten Ankündigung war schon vom ersten bundesweiten Tweetup die Rede. Man darf also gespannt sein!

Heute wurde eine Blogparade angekündigt, die vom 22. März bis zum 22. April dauern und unter dem Motto „IMT13 – wir machen mit!“ stehen wird. Als zentrale Plattform wird das Blog der Kulturkonsorten dienen. Dort dürfen auch Museen, die kein eigenes Blog haben, ihre Beiträge veröffentlichen. Eine schöne Idee, schließlich ist die Zahl der bloggenden Museen bis heute nicht groß.

Doch was sagt uns das jetzt über die Richtung, die der Deutsche Museumsbund einschlägt? Ich finde sehr begrüßenswert, dass er sich endlich mal an die Sozialen Netzwerke rantraut. Im Rahmen einzelner Projekte damit zu starten, ist auch sicher nicht schlecht, um den Aufwand zunächst im Rahmen zu halten und erste Gehversuche zu wagen, ohne sofort das Gewicht der ganzen Institution im Rücken zu haben. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass bald der Mut/die Mittel/die Zeit… gefunden werden, um auch offizielle Präsenzen des Vereins als solchem einzurichten. An Content sollte es schließlich nicht mangeln, wie man schon an der Webseite erkennen kann!

Dieser historische Postbus ist eine der Attraktionen beim Tag der offenen Tür im Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation Frankfurt (jedes Jahr am Internationalen Museumstag).

Dieser historische Postbus ist eine der Attraktionen beim Tag der offenen Tür im Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation Frankfurt (jedes Jahr am Internationalen Museumstag).

  • Anja Schaluschke, Deutscher Museumsbund sagt:

    Hallo! Danke für die freundlichen Worte, die mich dank Twitter erreicht haben. 🙂 Wie so schön zitiert: „Social Web ist schön, macht aber viel Arbeit“. Wir geben unser Bestes. Also, gerne weiter beobachten und gespannt bleiben.

    • Tanja Neumann sagt:

      Hallo Frau Schaluschke,
      danke für den Kommentar. Das mache ich doch glatt. 🙂 Schön zu sehen, dass sich etwas bewegt! Es gibt schließlich noch so viele Museen, die in dem Bereich unsicher sind und für ein Vorbild dankbar.

  • Andreas Zinnow sagt:

    Hallo, auch mich freut, dass nun auch der Dachverband unserer Museen den Schritt in Richtung Web 2.0 wagt. Seit etwas über zwei Jahren beobachte ich die Entwicklungen der Museen im Socialmedia. Anfangs waren es nur einige wenige, doch die Zahl derer, die sich aktiv mit den sozialen Netzwerken ‚auseinander setzen‘ steigt stetig und immer schneller. Was mich persöninlich sehr freut und in meiner Arbeit (wieder) bestärkt.
    Ich hoffe und denke, dass der Schritt des Deutschen Museumsbundes vielen, auch kleineren Museen den Anstoß gibt, sich auch für’s Web 2.0 zu entscheiden, auch wenn es am Anfang einiges an Arbeit macht die sich meiner Meinung nach aber auf jeden fall lohnt!
    Wünsche dem DMB viel Spaß und Erfolg im Social Web.

    • Tanja Neumann sagt:

      Danke für die netten Worte Andreas, darüber wird der DMB sich sicher freuen!

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